NEXT – Bildungsziele im Bereich Kompetenzen

Welche Kompetenzen benötigen unsere Kinder, damit sie in einer turbulenten Zukunft ihr Leben beruflich wie privat verantwortungsvoll und mit Freude gestalten können? Eine wichtige Frage.

Das deutsche Schulsystem wird immer wieder dafür kritisiert, dass es ein Belehrungssystem ist, aber zu wenig Kompetenzen fördert, die Kinder für das weitere Leben brauchen (Lernen lernen, soziale Kompetenzen, Umgang mit ständigem Wandel, …).

Bei NEXT ist das anders. Hier werden acht zentrale Zukunfts-Kompetenzen von Anfang an mit den Schülern eingeübt und trainiert. Dafür haben wir u.a. zusätzliche Zeit im LIFE Unterricht: vier Soziale Kompetenzen, zwei Handlungskompetenzen, zwei Methodenkompetenzen.

Soziale Kompetenzen – das A und O

Soziale Kompetenzen sind heute die Schlüsselkompetenzen für Erfolg im Beruf und Leben. Beziehungen aufnehmen und konstruktiv gestalten können ist wichtig im Privatleben (Freundschaften, Partnerschaften) sowie später im Berufsleben.

Wer soziale Kompetenz fördern will muss früh beginnen: m frühen Kindesalter zwischen 0 bis 10 Jahren wird die Grundlage für unsere soziale wie emotionale Kompetenz gelegt. Nach der Familie ist dabei die Schule der wichtigste Einflussfaktor im Leben eines Kindes. Bei NEXT werden daher Werte und soziale Kompetenzen nicht nur nebenbei vermittelt, sondern gezielt und strukturiert über die 4 Grundschuljahr verteilt.

Soziale Kompetenzen sind kein Nebenfach, sondern zentraler Bestandteil unserer Schulkultur.

Vier soziale Kompetenzen

1. Kooperation/Beziehungsfähigkeit (mit anderen gut zusammen spielen, arbeiten und lernen).

2. Konfliktfähigkeit (z.B. einen Streit klären können).

3. Empathie (Gefühle bei sich und anderen erkennen und angemessen darauf reagieren).

4. Kommunikation (zuhören, reden, argumentieren, Vorträge halten).

Ziele setzen, planen, strukturieren

Wenn Kinder zu selbständigen und verantwortungsvolle Menschen heranwachsen sollen, dann sollten wir sie viel selber tun, selber ausprobieren, selber die Konsequenzen spüren, selber handeln lassen.

Handlungskompetenz 1: Ziele setzen und verfolgen. Das bezieht sich auf die Lernziele der Kinder, die sie in individuellen Wochenplänen verfolgen. Aber auch in zahlreichen kleinen und großen Projekten oder Arbeitsaufträgen.

Dabei üben die Kinder außerdem gleich sich zu organisieren und zu strukturieren (Handlungskompetenz 2). Wir wollen alle einen Garten anlegen? Was benötigen wir dazu? Das Ergebnis kann auch einmal sein, dass der Klassengarten angelegt wird, dann aber vertrocknet. Macht nichts. Eine wichtige Lernerfahrung für die Kindern: wir müssen nicht nur planen eine Garten anzulegen, sondern uns auch überlegen, wie wir ihn pflegen wollen. Um so größer das Erfolgserlebnis, wenn dann ein Jahr später beim zweiten Anlauf alle Kinder von den Himbeeren naschen können, weil diesmal an das Gießen der Pflanzen gedacht wurde.

Lernen lernen, Medien, Kreativität

In der heutigen Wissensgesellschaft wird es elementar wichtig sein, Wissen schnell aufzunehmen, zu lernen und bewerten zu können. Daher steht bei den Methodenkompetenzen das Lernen lernen bei uns an erster Stelle.

Ab Klasse 1 beginnen wir damit und steigern den Anspruch bis zur Klasse 4. Die Kinder lernen verschiedenen Lernstrategien kennen und probieren aus, was Ihnen gut liegt. Wie bereite ich mich auf eine Klassenarbeit vor? Wie lerne ich Vokabeln? Wie untersuche ich einen Sachtext? Wie gehe ich bei ganz neuem Lernstoff vor? Wie plane ich meine Zeit, wenn ich in einer Woche einen Test habe?

Das kritische sowie kreative Denken fördern wir bei zahlreichen Projektaufträgen. Dabei nutzen wir auch selbstverständlich den PC. Beim Umgang mit den neuen Medien ist es uns wichtig die Chancen und Risiken mit den Kindern zu besprechen. Unser Ziel: die Kinder sollen die Medien beherrschen und nicht die Medien sie.